Aufgrund häufiger Nachfrage nach Notwendigkeit und Wirkungsweise der Fluoride in den Zahnpflegemitteln im Allgemeinen und in DENTTABS® Zahnputz-Tabletten im Besonderen soll es sich in den Zahnputztipps diesen Monats noch einmal um dieses Thema drehen.
Es gibt für den Zusatz von Fluoriden zu Nahrungsmitteln und Zahnpasten Befürworter und auch Gegner.
Allgemein akzeptiert ist dabei die Tatsache, dass Fluoride in einer bestimmten Dosierung die Zahnhartsubstanz vor Zahnkaries schützen helfen. Die zwei Mechanismen der Prophylaxe sind in den Zahnputztipps Nr.6 nachzulesen. Die Weltgesundheits-Organisation WHO hat unter anderem auch Richtlinien zur Fluoridierung von Nahrungsmittel, Trinkwasser und Zahnputzmitteln herausgegeben. Für die Zahnputzmittel liegt dieser Wert bei 0,1% Fluorid, das entspricht 1.000 ppm. Im deutschsprachigen Raum hat man darüber hinaus eine Obergrenze von 1.450 ppm festgelegt.
Zwei Fragen sind besonders interessant:
- Wieviel Fluorid wirkt absolut beim täglich mehrfachen Zähneputzen auf meine Zahnoberflächen ein, und
- kann das aus dem Trockenpräparat DENTTABS® stammende Natriumfluorid überhaupt wirken, oder geht das nur im Zusammenhang mit einer herkömmlichen Zahnpaste?
Zur Frage der täglichen Fluoridmenge, die beim Putzen benötigt wird:
Optimal für den Kariesschutz ist die Menge von 2 mg Fluorid am Tag in einer der gängigen Fluoridverbindungen. Zahnputzmittel bieten als Deklaration immer nur den Konzentrationshinweis in zugesetzten Prozenten oder als »part per million« (ppm).
Das bedeutet dass bei der Menge von einem Gramm Zahnpaste zwischen 0,8 bis 1,5 mg Fluorid am Putzvorgang teilnehmen. Diese unterschiedliche Menge rührt daher, dass die Hersteller zwischen 800 und 1.450 ppm Fluorid zusetzen.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wieviel ist ein Gramm Zahnpaste. Ehrlich gesagt, ich habe es auch nicht ausgewogen. Bei der Zahnpflege mit Pasten waren immer Bürstenkopf der Zahnbürste und Öffnungsgröße der Tube ausschlaggebende Kriterien für die Menge der Paste zum Putzen.
Anders ist dies bei den DENTTABS®. Hier erhalten sie pro Putzvorgang immer den optimalen und gleichen Anteil an Putzmittel und auch an Natriumfluorid.
Ein weiteres Plus der DENTTABS® ist die Fluoridverfügbarkeit im Augenblick des Putzvorganges.
Von Kritikern wurde, schon etwas voreilig behauptet, dass Fluoride aus den DENTTABS® gar nicht wirken könnten.
Es ist richtig, dass die Fluoride um ihre schützende Wirkung entfalten zu können in einem sogenannten »wässrigen Milieu« sein müssen. In den DENTTABS® selbst laufen aufgrund des fehlenden Wassers keine Reaktionen der Fluoride ab.
Und genau das ist der gewünschte Effekt!
Im Augenblick des Zerbeißens einer Tablette und beim Putzen selbst reagiert Fluorid in der nun sehr wohl feuchten Umgebung. Gerade die Tatsache der trockenen Tablette ist einer der ganz großen Vorteile der DENTTABS® gegenüber den Zahnpasten, denn das wichtige Fluorid steht in voller Konzentration zur Prophylaxe bereit, egal ob am Tag des Kaufens, sechs Monate oder gar Jahre später. Das nennen wir Fluor Safe®.
Untersuchungen von Zahnpasten haben zudem gezeigt, dass schon wenige Wochen nach deren Herstellung der Anteil der verfügbaren Fluoride mitunter erheblich abnimmt. Das ist mit der Reaktionsfreudigkeit der Fluoride im feuchten Milieu der Pasten zu erklären. Je länger also ein Tube vom Hersteller über den Handel zum Verbraucher braucht, umso geringer ist die Menge der freiverfügbaren Fluoride zur Prophylaxe.
In den uns vorliegenden Untersuchungen wurde allerdings auch nicht geklärt, was aus dem Fluor geworden ist bzw. mit welchen Inhaltsstoffen der Zahnpaste es zu welchem Endprodukt reagiert hat. Eine entsprechende Studie haben wir aber bereits in Planung.
Die DENTTABS® bieten also einen Kariesschutz insbesondere aufgrund einer immer optimalen Fluoriddosierung.
Dr. Hendrik Eifler
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